Transparenz als Gegenspieler zur Korruption: FHWS stärkt Compliance des BRK in Nürnberg
Studierende konzipieren Module zur Einhaltung von Gesetzen, Geboten und Datenschutz für Nürnberg Fünf Projektgruppen mit Studierenden aus den Studiengängen Medienmanagement sowie Betriebswirtschaft konzipierten für das Bayerische Rote Kreuz in Nürnberg unterstützende Module für die Verwaltung zum Thema Compliance, der Einhaltung von Gesetzen, Geboten und Verhaltenskodices. Ziel der Kooperationsmaßnahme waren nicht nur Leitlinien zur Prävention und Vermeidung evtl. rechtlicher Konsequenzen, sondern vor allem die Sensibilisierung der Mitarbeiter zu diesem bedeutenden Komplex. Damit greift das BRK in Nürnberg aus eigenen Stücken dieses wichtige Thema auf. Mit Unterstützung der stellvertretenden Kreisgeschäftsführerin des BRK-Kreisverbandes Nürnberg-Stadt, Brigitte Lischka sowie dessen Kreisgeschäftsführer, Diplomkaufmann Otto Kreß, analysierten die Studierenden die Strukturen des Bayerischen Rotes Kreuzes auf Basis von fünf Schwerpunkten: Das erste Team widmete sich dem Präventionsmanagement und erstellte einen Maßnahmen-Katalog zur Korruptionsprävention. Die Erarbeitung eines Ehrenkodex’ für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter übernahm das zweite Team: In einer Broschüre legte es zehn Grundsätze mit Verhaltensrichtlinien fest. Gruppe 3 beschäftigte sich — exemplarisch anhand von zwei Arbeitsbereichen des BRK — mit Maßnahmen zur Korruptionskontrolle im Arbeitsprozess zur Aufdeckung von Schwachstellen. Das vierte Team entwickelte standardisierte Kommunikationsmodelle und schlug verschiedene Möglichkeiten wie z.B. Flyer, die Ansprache des Themas Compliance in Teamsitzungen, Informationen im Intranet oder einen Newsletter-Versand vor. Das fünfte Studierenden-Team beleuchtete den Datenschutz und die Datensicherheit im BRK und wies hin auf verschiedene Schutzmöglichkeiten von sowie den korrekten Umgang mit sensiblen Daten. Eine besondere Herausforderung lag darin, dass das BRK in seiner Satzung bereits Leitlinien formuliert hat und die Compliance-Richtlinien und -Empfehlungen mit diesen in Abgleich zu bringen waren. Einig waren sich alle Beteiligten, dass der Erfolg dieses Projekts sich positiv auf die Wahrnehmung des BRK nach innen und außen auswirken wird. Erfreulich war zudem, dass im Rahmen des Projekts keine „Auffälligkeiten“ identifiziert wurden. In einem Fazit betonten Kreß sowie die das Projekt betreuenden Professoren Dr. Peter Bradl sowie Dr. Angelika Kreitel das sensible Vorgehen mit einem unbequemen Thema, das beidseitig mit Berührungsängsten verbunden sei. Im Mittelstand stehe das Agieren, nicht das Re-Agieren auf mögliche Schwachstellen und eine wirkungsvolle Kommunikation des Aspektes Compliance nach innen wie nach außen: Transparenz, so Dekan Bradl, sei der größte Feind der Korruption . > Zurück